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Dr. med. Gudrun Seiwald

 

1961 in Brixlegg geboren, bin ich in Kramsach aufgewachsen und habe dort die Volksschule besucht. Nach diesen vier Jahren war meinen Lehrern klar, dass ich unbedingt aufs Gymnasium wechseln müsste. Mein großes Glück war, dass - allen Widerständen der Umgebung zum Trotz - meine Eltern fest davon überzeugt waren, dass auch ein Mädchen eine gute Schulbildung brauche.

Also wechselte ich auf das BRG Wörgl, zunächst in die Baracke, da das  Schulgebäude noch nicht ganz fertiggestellt war. An die reine Mädchenklasse konnte ich mich nur schwer gewöhnen, da habe ich die „Wörgler“ schon sehr um ihre gemischte Klasse beneidet. Aber in der 5. Klasse wurde das anders und wir wurden das erste Mal „durchgemischt“. Das Resultat war nicht übel, in dieser Gemeinschaft konnte man sich wohlfühlen. Die Theatergruppe, die wir in der 5. Klasse gemeinsam mit unserem Religionslehrer Franz Gundacker gegründet haben, hat viel dazu beigetragen. Einen großen Teil unserer Freizeit haben wir mit Proben verbracht und das erste Stück, „Romulus der Große“ von Friedrich Dürrenmatt, wurde ein voller Erfolg. Ein weiteres Jahr noch war ich Mitglied dieser Truppe. Am Anfang der 7. Klasse mussten wir uns dann für einen der beiden angebotenen Zweige entscheiden und die Klassen wurden erneut durcheinandergewürfelt. Dieses mehrfache Mischen ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass ich heute manchmal nicht mehr genau weiß, wer schlussendlich mit mir maturiert hat. Ist aber auch egal, ich hab mich mit allen gut verstanden - ich denke, das ist keine Verklärung der Vergangenheit.

Nach der Matura im Sommer 1979 begann ich auf Anraten eines Freundes mit dem Medizinstudium in Innsbruck. Zu Beginn war ich mir nicht ganz sicher, ob das wirklich das Richtige für mich war. Ich habe mich dann aber gar nicht so schwer getan, das Famulieren in diversen Krankenhäusern hat auch Spaß gemacht und so habe ich dann im Sommer 1986 promoviert.

Meinen Turnus begann ich in Kufstein, war dann noch einige Zeit in Wörgl; unterbrochen durch die Geburt meiner Tochter, habe ich anschließend meine Ausbildung zur Allgemeinmedizinerin in Innsbruck an der Klinik beendet. Mein Traum war immer eine Ausbildung zur Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Da ich aber in diesem Fach keine Ausbildungsstelle bekommen konnte (damals wurden Frauen sehr ungern genommen), landete ich über einen Abstecher auf die Allgemeinchirurgie auf der Neurochirurgie in Innsbruck. Die Ausbildung zur Neurochirurgin beendete ich 1996 und arbeitete dann noch fast drei Jahre an der dortigen Intensivstation. Während dieser Zeit engagierte ich mich auch in der Ärztekammer für Tirol und beschäftigte mich besonders intensiv mit den Ausbildungsbelangen. Mein Wechsel in das Rehabilitationszentrum der AUVA nach Bad Häring erfolgte 1999, dort war ich die erste Ärztin, die fix angestellt wurde. Die männlichen Kollegen gewöhnten sich aber bald an mich und nach einigen Jahren wurde ich zur Stellvertreterin des Primars bestimmt.

Ich hatte also einen guten Job, Freude an meiner Arbeit, eine recht selbstständige Tochter, ein schönes Haus in Kramsach – die besten Voraussetzungen, um in Tirol alt zu werden.

Doch dann ritt mich irgendwie der Teufel. Statt mit dem Erreichten zufrieden zu sein, bewarb ich mich 2009 für die Stelle der Stellvertreterin des ärztlichen Direktors der AUVA – und bekam diese auch. Nach 48 Jahren in Tirol habe ich den Schritt gewagt und bin nach Wien übersiedelt. Ausgerechnet ich, eine echte Tirolerin, die nichts lieber tut, als auf Berge zu laufen und sich in der Natur aufzuhalten!

Ich habe diesen Schritt bisher nicht bereut. Bei der AUVA bin ich für die Rehazentren, also einen sehr umfangreichen Aufgabenbereich, zuständig und lerne fast täglich neue, interessante Menschen kennen. Ich habe diesen Schritt gemacht, da ich ein neugieriger Mensch bin, und diese Neugierde wird immer wieder aufs Neue befriedigt. Ich genieße Wien, nütze das Kulturangebot und habe herausgefunden, dass es auch am Kahlenberg sehr steile Wege gibt. Mit dem Voldöpper Spitz ist das natürlich nicht zu vergleichen, aber immerhin. Und ich habe mir selbst bewiesen, dass es nie zu spät ist, etwas Neues zu beginnen, egal, wie alt man ist.

Dr. med. Gudrun Seiwald
Maturajahrjang 1979

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