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Univ.-Prof. DDr. Gunter Mayr

 
1972: geboren in Innsbruck
1990: Matura am BRG Wörgl
Studium: Jus und BWL in Innsbruck
1998 bis 2003: Universitätsassistent in Innsbruck
2003: Habilitation für das Fach „Finanzrecht“ und Wechsel ins Finanzministerium/Wien
2005: Stellvertretender Abteilungsleiter für „Steuerpolitik“
2006: Abteilungsleiter für „Einkommen‐/Körperschaftsteuer“
2009: Universitätsprofessor am Institut für Finanzrecht der Universität Wien/Juridicum

Ich wollte eigentlich schon immer Jus studieren ‐ vielleicht auch deshalb, weil mein Vater (Architekt) gerne Jus studiert hätte, aber in die Fußstapfen seines Vaters treten musste. Für mich gab es bei der Auswahl des Studiums keine „elterlichen Vorgaben“, ich sollte nur die Matura am BRG Wörgl ohne „Ehrenrunde“ schaffen. Dies ist mir auch gelungen, obgleich ich ein eher durchschnittlicher Schüler war. Mein freizeitliches Hauptinteresse galt dem Sport, was ich zurückblickend auch nicht bereue – zumal Sport für mich nach wie vor ein wichtiger Ausgleich zum Beruf ist. In Englisch hätte ich etwas mehr schulischen Ehrgeiz entwickeln sollen, weil im heutigen Berufsleben ausgezeichnetes Englisch schon fast selbstverständlich ist. Ich bin berufsbedingt oft im Ausland und habe mein Englisch erst nach dem Studium so richtig auf Vordermann gebracht; das war dann eher mühsam.

Das BRG Wörgl zu besuchen, war für mich die richtige Entscheidung. Von einer soliden Allgemeinbildung profitiert man ein Leben lang. Besonders gut erinnere ich mich an die Mathematikstunden bei Direktor Fellner, in denen er uns etwa bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung geistig richtig gefordert hat. Gerade in der Oberstufe sollte die Entwicklung kreativer Fähigkeiten nicht zu kurz kommen. Das problemorientierte, kritische Lernen und Hinterfragen des erlernten Wissens scheint mir wichtiger als die bloße Stoffvermittlung. Natürlich kommt es dabei auch immer auf das Fach an; so sind etwa Englisch‐ Vokabeln die Voraussetzung, um über englische Texte diskutieren zu können. Im späteren Berufsleben sind aber vor allem geistige Kreativität, Wendigkeit und Problembewusstsein gefragt. Gerade darin sollten sich die AbsolventInnen des BRG Wörgl von den berufsbildenden Schulen abheben. Wenn ich in meiner Abteilung im Finanzministerium neue Uni‐AbsolventInnen einstelle, kommt es mir vor allem darauf an, dass sie mit ihrem Wissen etwas anfangen und neue Problemstellungen kreativ lösen können.

Juristerei kann unglaublich spannend sein. Mittlerweile bin ich selbst Universitätsprofessor am Juridicum in Wien und unterrichte dort Steuerrecht. Für neue StudentInnen klingt Steuerrecht zunächst ziemlich trocken. Doch bereits in der ersten Vorlesung merken die StudentInnen, dass Steuerrecht keineswegs trocken ist, sondern unser tägliches Leben entscheidend mitprägt. Mir geht es auch darum, ein steuerliches Problembewusstsein bei den StudentInnen zu entwickeln.

Bei schriftlichen Arbeiten (Diplomarbeiten usw.) stelle ich wiederholt stilistische Mängel, wie z. B. unverständliche Schachtelsätze, fest. Wenn sich die „gerügten“ StudentInnen sodann auf ihre guten Schulnoten in „Deutsch“ berufen, frage ich mich, ob im Deutsch‐Lehrplan „Stilkunde“ überhaupt vorkommt. Ich selbst habe erst an der Universität „Stilfibeln“ und Bücher über Schreibstil gelesen, um meine wissenschaftlichen Publikationen in verständlichem und (halbwegs) elegantem Deutsch zu verfassen.

Ich genieße meine Arbeit an der Universität, die meiste Zeit verbringe ich aber im Finanzministerium, weil ich dort die Abteilung „Einkommen‐ / Körperschaftsteuer“ leite. Beauftragt uns der Finanzminister mit dem Ausarbeiten einer Steuerreform, brechen arbeitsintensive Zeiten an. Diese Arbeiten machen aber großen „Spaß“, weil man die österreichische „Steuerwelt“ mitgestalten kann. Ich schreibe viele Gesetzesentwürfe, stimme diese im Ministerbüro ab und begleite den Gesetzwerdungsprozess im Parlament.

Privat bin ich mittlerweile in Wien verwurzelt, vermisse Elternhaus, Tiroler Berge und Seen, genieße aber die beruflichen Möglichkeiten und das Flair der Großstadt und organisiere gerade meine Hochzeit am 19.09.09. Selbst dieser „schönste Tag im Leben“ hat einen besonderen BRG Wörgl‐Bezug: Mein langjähriger Religionslehrer Prof. Angerer kommt nach Wien und nimmt die Trauung vor. Da kann ja nichts mehr schief gehen.

 
Univ.-Prof. DDr. Gunter Mayr

 

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